Weltspratag 2012

Weltspartag 31 10 2012

 

Ein Staubericht von Berlins Straßen.

 

Schon auf der Lietzenburger konnte ich die beiden Porsche, die sich eine Ampel früher noch duellierten, bequem neben mir lassen. Der verdichtete Verkehr ließ erst nach dem Interconti für kurze Zeit nach, bevor eine Baustelle am Tiergarten und die Einweihung der TürkischenischeBotschaft entlang desselben für absoluten Stillstand auf der Straße sorgte.

In verschiedenen Tempi kreuzten die Radler den Tiergartn auf seinen schönen , mit einer sehr festen Sand und Kiesmischung neu belegten Wegen. Es war sonnig und beinahe mild . Hinter der amerikanischan Botschaft, die vor allem vom Holocaust Denkmal aus in voller Größe bewundert werden kann, schloß ich zu einem fixie auf, das von einem Kurier bewegt wurde, wie es ein selbsterzeugter mythos des letzten jahrtausends´´ verlangt. Dabei machte ich die amüsante Feststellung, das seine Übersetzung exakt der meinen auf dem würdigen Hercules 3 Gang Herrenrad entsprach. Eine Schleife Richtung Brandenburger Tor offenbarte mir, dass der wundervolle Peugeot Showroom von Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett ersetzt worden war, wie man sah, mit großem Publikumserfolg. Dieser Showroom eines Automobilherstellers, der im letzten Monat unter staatliche Kuratel kam, war schon etwas besonderes. Esging, anders als in den übrigen Showroom Unter den Linden, nicht nur um neue Produkte, deren Lackmuster als wichtige Neuigkeit aufgeführt wurden. Es ging um Geschichte, Design und Kultur, was am eindrucksvollsten mit dem hervorragenden Restaurant im ersten Stock bewiesen wurde, wo man unter alten Katalogbildern mit Philippe Starck Besteck Wachtelsalat und Besseres essen konnte. Aber vielleicht waren Besucher eines  Automobilshowrooms ohne Leistungsbezug völlig überfordert, wenn sie denn die Idee überhaupt erkannt hatten. Mir jedenfalls ging in diesem Moment ein interessanteres Stück des neuen Berlins verloren, das seine Baulücken des Viertels in streng monotoner Folge mit Bürogebäuden zugestellt hatte.

Ich schloß mein grünes Herc, an einem der größten Fahrradparkplätze Berlins an, der Umgebung vom Bahnhof Friedrichstraße.

 

Hier war ich, um die vielleicht letzte verbliebene Großbuchhandlung Berlins, das sogenannte Kulturkaufhaus Dussmann zu besuchen und seine Auswahl an Radbüchern zu prüfen. Von der Lage könnte es dem Kaufhaus nicht besser gehen. Es ist dies einer der wenigen Orte Berlins, an dem man vor lauter Menschen, die sich unter die Arcaden drängen, kaum vorwärts kommt.

 

Die künstliche Verengung der Friedrichstraße sorgte für einen BernoulliEffekt: die gestauten Mengen entwichen mit höherer beschleunigung in beide Richtungen. Dann betrat ich den Kulturladen und lernte „die Räder der Meister“ auswendig. Jan Heines Namen lese ich. Muß mehr von ihm wissen.

Aber heute wird noch gespart.Bild

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