Wiesbaden, Stadt der Moden und des guten Geschmacks

300313 : heute in Wiesbaden, Stadt der Moden und des guten Geschmacks.

Auf meiner Suche nach einem guten Cafe stieß ich auch auf einen Fahrradladen. Im Zentrum einer größeren Stadt ist das beinahe schon selten. Nun, mit Fahrrädern hatte der Laden sicher auch zu tun, nannte sich irgendwas mit Bike und vielleicht auch dream. Nur: im Schaufenster hingen Kleider.

Auch drinnen keine raumfressenden Räder, die dem Kunden nur den Weg versperren. Nein, ich war in der Welt der modischen Accessoires gelandet, einem Angebot von Oberbekleidung, die angeblich etwas mit Rädern zu tun hatte. Das Rad, das sich zwischen Kleiderstangen versteckt hatte war ein Mountainbike. Ich ignorierte dies völlig und kaufte statt einer MTB kappe für 49,99 zwei drei Energiefrucht Riegel die lustig aussahen und auch sehr gut schmeckten. Den ersten verspeiste ich inmitten der Kunden, die zwischen zwei Farben einer Trikotage gefangen waren,  nahm den Zweiten hinüber zum nächsten Café um die Ecke – demgegenüber wieder ein Modewarengeschäft lag.

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Das Café wiederum war eine Rösterei, die auch eine Röstmaschine inmitten des Geschäftes aufgestellt hatte, deren Erzeugnisse, nunja, jedenfalls nicht das Ergebnis von Preisabsprachen für Discounter waren. Doch den größten Teil dieses cafés nahmen verchromte Cafézubereitungsmaschinen ein. Was bedeutet, auch hier ist das Zentrum der Sache (ich denke an weit entfernte Plantagen, Hitze, Schiffsladungen und die Salons um 1800) an den Rand gedrängt worden.  Man sollte das Ernst nehmen, wenn man in einer Stadt lebt.

Ich fühlte mich wie ein glücklicher Wilder, denn der Café war wirklich besser als in allen umliegenden Coffeebars, viel besser. Ich freue mich über jeden Bewohner Wiesbadens, der diesen ausgezeichneten Café durch den Kauf einer unglaublich kostspieligen, wunderschönen Cafemaschine subventioniert haben.

Wenige Zeit später, nachdem ich an den Kur und Spielzentren vorbeigebogen war durchquerte ich die Betonpiste einer ehemals/immer noch amerikanischen Siedlung. Die Einpflanzung der suburbanen Gartenstadtästhetik (Hausnummer 2135) in einen lieblichen Mainhang. Wie mir auffiel, schien Wiesbaden vom Krieg erheblich weniger berührt als das gegenüberliegende Mainz. Strategie? Schicksal? Fügung?

Schleißlich über die Felder, alsbald kleine Dörfer, an Hügel gelehnt, weites Land, aber Vorsicht: Das Autobahnkreuz umfahren, um den Eindruck nicht vonb den mächtigen Gewerbegebieden dortselbst zerstören zu lassen. Ab nach Idstein und dann nach Hause.

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