koga auf 20ern

170413 Koga auf 20ern

 

Vögel sie schwingen im Blau!-  wie fröhlich sind alle Geschöpfe -! (Phaeton)

 

 

 

Das Wetter ist stabil, morgens um 5 singen die Vögel, um 6h30 zeigt sich die rote Sonne über dem Tal. Der Frühling ist da und verspricht Großes. Schnell (bevor  es für 8 Monate vergessen wird) schreibe ich dieses unbeschreibliche Gefühl auf, das die höheren Temperaturen auf den Organismus haben, das Gefühl, in der Luft zu baden auf einmal, und nicht mehr den ganzen Körper zusammenzuziehen im Schutz vor ihr.

 

Wie schön jetzt das Koga auszufahren, nachdem es endlich 2gleichnamige Laufräder hat, die mir Raimund vom Bike District in Diez schnell montiert = aufgebaut  hatte. Aus Tollkühnheit habe ich alte, an den Flanken bröselige 20mm Grand Prix genommen, einer der Rennreifen von 1991. Es geht aber auch um die optische Wirkung brauner/beiger Reifenflanken, wenn die Bremsgriffe ebenfalls von  die Farbe des Naturkautschuks haben.  Damit bewege ich mich natürlich im geschmäcklerischen Bereich der Käufer farblich passender Kettenblattschrauben, aber warum nicht auch mal so, wenn das Rad dann ordentlich bewegt wird.

Verlasse die Zone der Porzellansammler. Jeder urteile nach seinem Geschmack.

 

Dietz-Görgeshausen- Isselbach-Hirschberg ist eine wunderbare Strecke zum Einfahren, für eine kurze, schöne Runde. Der Anstieg ist sanft, stetig und ausreichend lang, auf der Abfahrt ins Gelbachtal zeigt sich die Qualität von Reifen und Antrieb. Noch ein wenig knistern die Speichen des neuen Rades dann wusste ich, dass es rund genug war. In Hirschberg auf der Kuppe – runter geht es jetzt erst über sehr groben Asphalt, im Wald gibt es noch ein paar tückische Kurven- die Buchen zeigen erstes Grün, ein helles durchsichtiges Dach für die Sonne. Kurz durch den kleinen Ort, und dann mit dem größten Gang ins Lahntal.

 

Auf 20er Reifen zu fahren ist schon „speziell“. Vor einigen Jahren war es angesagt, den dünnsten Reifen zu produzieren, es gab sogar 18er, während sich heute ein 23mm Konsens herausgebildet hat. Aber das Auge fährt mit. Durch die schmale Felge ergibt sich ein Eindruck von Leichtigkeit am Rad, der nur so und Dank der hellen flanken zu erhalten ist.  Jede Unebenheit spürt man, da kaum Dämpfung von den Reifen kommt. Für Rennen sind solche Erwägungen überflüssig und auf kurzen Strecken hat es schon seinen Reiz, Reifen „singen“ zu hören. Auch eine frühe Dura-Ace Schaltung hat ihren Klang, die Gangwechsel sind sehr geschmeidig und der Freilauf produziert einen Ton, der Sphärenmusik ist. Für Radfahrer jedenfalls. Es kann sein, das ich mich gerade berausche.

 

 

 

In Isselbach fahre ich ein kleines Stück Richtung Montabaur, um diese schöne Steinbrücke als Hintergrund zu nehmen.  Der Gelbach fließt Richtung Lahn hinab, hier hat er seit Montabaur schon einige Kilometer hinter sich und wird 12km später bei Weinähr in den Fluß münden.

Der Weg dorthin ist schönstes Rollen,  parallel zum rauschenden Bach .  Doch bald werden die Motorräder hier den Ton angeben. Die einsamen Höfe und Mühlen im Tal warten schon sehnsüchtig auf zahlende Gäste. Ist es nicht ganz wie in den Ardennen?

 

Am Samstag geht es nach Lüttich , da kann der kleine Schlauchkrepierer (Fertigungsfehler) auf dem letzten km auch nichts ändern, diese Reifen sind ja nur für die  Galerie.Bild

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