180914 Et de trois (und zum Dritten)

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weiter im Brooks Tagebuch.

Gestern eine kleine Pause, nachdem ich mich am Morgen zuvor „grau gefahren“ hatte. Heute dagegen die Ruhetagsregel. Nach 15 bis 20min sagen die Beine: es ist gut, wir sind bereit. Immerhin werden die beiden bald 50.

Vorbei an den Sauriereiern, der Himmel wechselnd in Pastellfarben, möglicherweise in leichtem Blau.

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Nachdem ich einen neuen Sponsor für das (vergessene) Bidon gefunden hatte durchs Gelbachtal, dunstig-herbstlich – voller Heuduft: gestern der letzte Schnitt.

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Die 20m Pavesektion und eine kurze Meditation über dem Gelbach, der sich unter dieser Brücke hinter Ettershausen durch Wiesen schlängelt.

Dann hinauf über den „Höchst“ nach Hirschberg, 42×23 müssen genügen. Ein Kraftakt. Ich hoffe, mit solchen Belastungen über 5-10min auszugleichen, was ich an Stunden und Kilometern nicht schaffe, getreu der Devise: mehrfach kurz = 2.5h  trainieren statt 2mal lang/5h.Ich verfüge weder über Pulsuhr, noch Wattmeter noch Tachometer, am Handgelenk trage ich eine Uhr und versuche, wie ein Musiker, den Takt zu halten. Auf flachen Strecken gehe ich dann von Allegro moderato zu Allegro über.

Melodien finden sich schon. Brendel heute mit Brahms 1. piano concert/ Abbado.

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In Diez an der Lahn ein kurzes, zufälliges Gespräch über die Ideen der Moderne nach 1945. Schulen, Tankstellen, Hochhäuser. Die Schulen damals lichte Gebäude, der Übergang nach außen sollte fließend wirken .Haute, sagt der Herr, empfinden die Schüler die Gebäude mit den Wärmedämmungskoeffizienten und Brandschutztüren wie Gefängnisse.

Dann noch ein eingängiges Beispiel zum Thema Marketing global. (dazu einen kurzen Kaffee, ebenfalls global)

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Quelle: PR Marketing. (Litotes nannten Lehrer dieses Stilmittel)

Als Rettungsanker vor dem Hungerast halfen mir dann zwei deutsche Produkte

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(Äpfel, direkt vom Erzeuger)

19 Grad – Es kann ein schöner Herbst werden.

 

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5 Antworten zu 180914 Et de trois (und zum Dritten)

  1. mark793 schreibt:

    Ah, Team Gerolsteiner Medium. Die Plastikpullen passen recht gut in den Flaschenhalter (gilt übrigens auch für die Mischplörren aus dem Hause Adelholzener, deren Flaschen ich bisweilen sogar wiederverwende).

    Ansonsten: Respekt für die Drückerei mit 42×23 aus dem Gelbachtal heraus. Ich weiß nicht, ob ich in diesem Leben noch dahin komme, das ernsthaft zu versuchen. Bin heute 3x mit 42×25 auf die Vollrather Höhe raufgekurbelt, aber die ist mit Sicherheit viel harmloser als Hirschberg. Sollte es uns im kommenden Frühjahr wieder in die Gegend verschlagen, könnte ich mir vorstellen, es mit Kompaktkurbel (die noch zu besorgen und zu montieren wäre) statt Dreifach zu wagen. Dabei käme ich jeden Anstieg, den ich im Frühjahr dort gefahren bin (vielleicht mit Ausnahme der Triftstraße in Winden) auch mit 39×28 hoch, aber dann wären die Touren halt deutlich kürzer, weil ich schneller alle bin.

    Aber ich trainiere ja im Grunde auch nicht, ich fahr halt meistens nur rum.

    • crispsanders schreibt:

      – ich fahre auch nur rum! Trainieren bedeutet heutzutage:
      strava
      wattmeter
      pulsmesser
      O2 messgerät und
      anschliessender laktattest…..

      Also alles aus dem Bauch, bzw. aus dem Bein. 39×28 ist heutzutage das ultimum mehr wird auf keiner bergetappe im rennsport aufgelegt – glaube ich. Für un dann 34×28.
      das war aber zu Coppis Anquetil Merckxens und Hinaults Zeiten noch anders: 40p25 lautete das extrem. Normal für die Tour: 42×23. Coppi ist den Stelvio, also das Stilfser Joch, mit 45p23 hinaufgeächzt – kein Asphalt, bitteschön. Aber das sind Zahlenspiele, die nur erläutern, warum man für klassische Rennsporträder (Schraubkranz, Campa) kaum über 23 an der Hinterachse kommt, wenn die alte record drauf ist.
      Damals wurde wohl nur für eine Zielgruppe gebaut: rennfahrer, jung und durchtrainiert und hart im Nehmen. Heute nennen Sie uns Mamils und haben recht.

  2. mark793 schreibt:

    Jaja, und in der Ebene hatte man Maiskolben-Kassetten zu fahren, wenn man was gelten wollte.

    So extrem war Sir Walter I (mein Sperrmüllfund, das Criterium 12 aus Nottingham) nicht bestückt, aber bei 42×23 war auch Ende Gelände. Und das hatte zur Folge, dass ich mich von Mannheim aus tourend im Odenwald ziemlich rar gemacht habe (obgleich ich damals mindestens 15 Kilogramm weniger auf die Waage brachte). Das Hinterrad, was ich mir dann bauen ließ, hatte eine Kassette bis 28, was das Light Action-Schaltwerk auch spielend meisterte. Nichtsdestotrotz konnte ich nur hinterhergucken, wenn die Veteranenriege rund um die Altig-Brüder lächelnd an mir vorbeizog auf dem langen Anstieg zwischen Schriesheim und Wilhelmsfeld.

    Zumindest muss es von Stronglight auch schon in den 70ern Dreifachkurbeln gegeben haben. Man sieht die manchmal an alten Peugeot-Rennern. Wobei ich vermuten würde, dass das eher Räder der Einsteigerklasse gewesen sein dürften. Nix Campa Record, eher so Huret oder Simplex, und eher Carbolite- und HLE-Geröhr als Reynolds 531. Irgendjemand stellte mal die Hypothese auf, die französischen Hersteller hätten weniger Berührungsängste vor der Dreifachkurbel gehabt als die Italiener, weil es in der „grande nation“ neben dem reinen Rennsport auch stets eine ausgeprägte Tourenfahrer-Tradition gegeben habe.

    • crispsanders schreibt:

      Mais oui! le cyclotourisme!

      Frankreich führt um 1936 den bezahlten Urlaub mit rechtsanspruch ein. Anders als Italien ist Frankreich ein stärker industrialisiertes Land (auch mit stärkerer Alpahbetisierung) .Folglich entwickelt sich eine recht starke Camping- und Radtourenbewegung, die auch in die Mittelklasse reicht. Das wäre eine verkürzte Erklärung.

      Ein cyclotouriste ist ganz bewußt ein Amateur, ein anständiger Mensch, ganz anders als die armen „drogués“ des professionellen Radsports. Für ihn gibt es schon vor dem Krieg entsprechende Übersetzungen und dreifachkurbeln. manufrance, Mercier,Peugeot und Motobécane sind große nationale Hersteller, die eine hohe Bandbreite an Produkten anbieten können. Italien ist da anders geprägt, vor allem im Bereich der technischen Ausrüstung. Simplex, Huret und Stronglight haben einen großen und stabilen Absatzmarkt .

      Sie hatten alles, die engländer auch Einiges – ach – lang ists her.

      • mark793 schreibt:

        Klingt bei aller Verkürzung zumindest nicht unplausibel. Aber lang ist’s her, Du sagst es. Wenn ich nur allein das Niveau des Fahrrad-Fuhrparks vergleiche, was ich bei meiner Gastfamilie vor fast 40 Jahren vorfand und was ich jetzt bei den Lerocs, bei denen mein Töchterlein derzeit weilt, für Möhren sehen musste – bonjour tristesse…

        Und zum Tourenradeln in merry old England, Moment, da hab ich was für Sie. 😉

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