160914 Nicht ganz unwichtige Details

Wie war das noch, wer sich nicht an Kleinigkeiten aufhält ist oberflächlich. ? Na, wie auch immer, es gibt Dinge in der Herrichtung eines Rennrads, die sind nicht wirklich wichtig, werden aber irgendwann unverzichtbar.

Exif_JPEG_PICTURE

Zum Beispiel ob die Schaltung zum Umwerfer passt und diese wiederum zu den Schalthebeln. Wenn alles einwandfrei funktioniert, leicht und geschmeidig, warum noch darüber nachdenken.

Exif_JPEG_PICTURE

Weil es Dogmen gibt, wie des Dogma der historisch korrekten Ausrüstung eines Rades in sogenannter Gruppenreinheit . Manche Enthusiasten beispielsweise würden nie verkraften, italienische Bremsen mit japanischen Hebeln zu bedienen. Man sieht, das sind Dinge, die bedacht werden wollen u. gern auch mal ernst genommen.

Mein Koga zum Beispiel – das ja ein japanisches Miyata ist, welches in den Niederlanden wie auch immer gefinished und ausgestattet wurde und den Namen des vermarktenden Importeurs KO… GAastra) bekam, mein schönes, elektrisch blaues Koga-Miyata beispielsweise.

IMG_0574

Das war anfangs nur ein Rahmen mit Gabel, also anders als die Proracer, Roadwinner, Gentsluxe-Aero aus den Katalogen ,ein Rahmen also, den der Besitzer einzeln kaufte um ihn nach seinem Wunsch auszustatten. Wozu das?

Weil nicht unpraktisch, wenn man ein altes 5ritzel Rad besaß dessen Ausfallende 120mm breit war und mit herlichen Teilen ausgestattet und nun den Anschluß an die neue 7Gang Generation suchte. Das konnte viel Geld sparen, wenn man bedenkt, daß zur Zeit dieses Rahmens, der um die 700 Gulden kosten konnte, ein Campa Bremsensatz mit Hebeln mehr als 200 (Reichstaler) wert war. Ein Nabensatz übrigens auch. Hier meditieren wir kurz über die Umrechnung in heutige Kaufkraft.

IMG_4831

(Genaueres erfährt man in den brügelmann Katalogen , die ein sehr generöser zeitgenosse in velopages zur allgemeinen Verfügung stellt.)

 

So entstanden zum Beispiel Räder, die markentechnisch durchaus bunt, für den Besitzer jedoch sehr konkurrenzfähige Rennfahrzeuge waren. Wie mein Koga. Der oder die Vorbesitzer meines Rahmens jedenfalls hatten eine Schwäche für schwarze Komponenten. Da ist ein schwarzer Edco Steuersatz oder die schwarze Dura Ace – Kurbel mit Innenlager. Die Dura Ace gab es, zwischen 1975 und 1980 ungefähr, wahlweise auch in schwarz. Schwarze Naben, schwarze Bremsen etc. und eben auch: einen schwarzen Umwerfer.

da1

Dessen stolzer Besitzer bin ich nun und habe ihn,

da7

da8

historisch beinahe korrekt, statt des jüngeren silbernen (DA 7200) über die schwarze Kurbel montiert. Er ist ein wenig anders, jedoch sehr schön gefertigt und meiner Meinung nach brüniert, also nicht nur lackiert. Er wiegt ganze 12g mehr als sein nachfolger, doch was solls. Ich finde ihn wunderschön, selbst wenns niemand je merkt…..und es völlig absurd ist!

IMG_1035

– es rollt sich einfach besser.

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Mehr Räder, Spleen & Ideal abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s