181114 Es gibt keinen Schnee im November

Im November fällt kein Schnee, und darum gibt es auch kein Salz auf der Straße. Salz ist der Todfeind. Solange reines Wasser über die Straßen fließt muß die Gunst der Jahreszeit genutzt werden.

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Es sind die traurigen Feiertage und die Umstellung, die Tatsache, daß es mit dem Zwitschern im Grünen nun wirklich ein Ende hat. Die großen Boten des Winters, die mittlerweile das tödlich H1N5 oder wie auch immer im Gepäck führen, machen weiniger resistenten Tieren den Garaus.

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Wir satteln die Schutzblechräder und prüfen das Dauerlicht. Tarnfarben im Herbst-

IMG_2235In den Gräben liegen hier und da noch reichlich Vitamine, auch das wird im Januar vorüber sein. Füllt die Kammern, der November ist reich.

 

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Das Krautscheid (Günter,Bochum) hat ich mit Blick auf die Ferne eine 3fach Kurbel aus dem MTB Bereich bekommen. Da kann ich jede Steigung gelassen im grünen Beriech rollern, was auch mal angenehm ist. Die Sache funktioniert, aber nur leidlich, Die Schaltung erreicht ihre Grenzen doch vor allem fühlen sich meine Beine irgendwie nicht richtig.

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Die 400km an der Maas bin ich schließlich damit gefahren, aber da ist etwas, woran ich mich gewöhnen muß und ich weiß nicht was: die 175er Kurbeln? Werde ich empfindlich?

Mittlerweile  glaube ich die Ursache gefunden zu haben – den Q-Faktor. Dieses hübsche Buzzword summt im meinem Kopf herum, seit ich grant Petersens Bridgestone Katalog (begeistert) studierte: die stark gekröpften Kurbeln des Modells XTR stehen insgesamt 4cm weiter auseinander als beispielsweise die goldene 600. Dadurch arbeiten die Beine anders und das könnte eine Ursache sein für Zugschmerz und Unbehagen.

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Bis zum Frühjahr lässt sich über Alternativen also nachdenken. So lange gehe ich molto moderato weiter auf Apfelpirsch. Unter den wachsamen Augen der Krähen auf den Ästen.

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6 Antworten zu 181114 Es gibt keinen Schnee im November

  1. mark793 schreibt:

    Vier Zentimeter mehr Abstand zwischen den Füßen beim Treten ist ein Haufen Holz. Bei meinem dreifachverkurbelten Peugeot-Bastelprojekt habe ich es nicht nachgemessen, da sorgt die recht lange Innenlagerwelle für ein etwas komisches Gefühl. Allerdings rangiert der Effekt noch unterhalb dessen, was ich als Beschwer deklarieren würde.

    Von Sugino (und Velo Orange) gibt es Kompaktkurbeln für klassischen Vierkant, das wäre vielleicht eine Überlegung wert. Die blanke, ziemlich klassisch aussehende a href=“http://radplan-delta.de/bin/kurbeln/eco/eco_3.html“>ECO III würde sich auch an Monsieur Mercier ganz gut machen. Und nachdem ich mich mit dem Sattel und den STIs vom Thema „periodengerechter Aufbau“ eh schon weiträumig verabschiedet habe, könnte ich glatt in Versuchung kommen.

  2. crispsanders schreibt:

    Ja, die Sugino ist ein schickes Modell, kam auch schon in die Überlegungen. Andererseits liegt hier noch eine Stronglight 3 Fach im keller herum, auch Campa hat sehr ansprechende 3fach gemacht und das Innenlager ist ITA . . . diese Frickelfragen also.

    Die Sache ist die, daß ich bevorzugt eben das abgebildete Hinterrad fahren möchte, ein 6fach dura ace mit den UG Ritzeln, die es noch gibt und die einzeln tauschbar sind.
    Der Schräglauf der Kette ist dann bei 3fach auch nicht allzu extrem. Der Notring mit 28-30 Zähnen ist etwas ,das auf den extrem langen Strecken jenseits der 400 durchaus ins Repertoire darf. Vielleicht nicht bei P-B-P, aber bei so Geschichten in Bayern (Osterdorf) ganz sicher!

    Der Ausbau und Verkauf der Shimano (gutes Material übrigens) ist dann wohl der logische Schritt, schätze das DIng ist einfach für MTB gemacht…

    • mark793 schreibt:

      Das Specialized Roubaix von Don Alphonso, mit dem ich heuer den Jaufenpass hochgekurbelt bin und das Fimas vom letztjährigen Aufenthalt am See haben auch XTR-Kurbeln aus dem MTB-Bereich. Dass sich das bisschen anders tritt, war mir hauptsächlich nur beim Fimas so vorgekommen. Oder vielleicht hat mich bei dem Carbongeschoss anderes so abgelenkt, dass ich darauf weniger Acht hatte. Es war damit nämlich nicht ganz einfach, den richtigen Rhythmus zu finden, wenn jeder Tritt mit einer gewissen Kraft dahinter deutlich mehr Vortrieb bringt als bei den Rädern, die ich sonst so fahre.

      A propos Frickelfragen: Habe ich das richtig in Erinnerung, dass die Abschlussritzel der Dura-Ace-Kassetten (und damit auch die Freiläufe) aus der UG-Ära ein anderes Gewinde haben als die anderen Gruppen? Dürfte die Möglichkeiten etwas limitieren, sowas nochmal nachzukaufen, aber andererseits ist das Ultraglide-Zeugs sowas von robust, dass sich das Problem vielleicht gar nicht stellt. Das kleinste Ritzel nutzt man eh nicht so schnell ab, und alle anderen kann man noch rumdrehen. D

  3. crispsanders schreibt:

    Bin dann gestern mit meiner Gazelle und der üblichen 600 unterwegs gewesen und: es war ein Genuß. Wahrscheinlich stellt sich auch die Muskulatur und der Bewegungsapparat auf solche Unterschiede ein.
    UG Ritzel sind sehr haltbar und da es Freilaufkörper nur von 6-8fach gab auch schon seit über 15 jahren obsolet: es schlummern also noch einige Ersatzteile; bei Abschlußritzeln sehe ich in der Tat (habe 3) das geringste Problem, die anderen Vorzüge hast Du benannt.
    Nichts gegen HG, schalten wunderbar, glänzen auch schön vernickelt, aber die Qualität HG90 und HG70 ist schon länger nicht mehr erhältlich….. und man ist an vorgegebene Abstufungen gebunden.
    Ist ein Detail, soll aber niemandem verschwiegen werden.

  4. randonneurdidier schreibt:

    Deine Annahme, dass der „Q-Faktor“ dich piesackt, halte ich für sehr plausibel. Die XTR ist sicher eine schöne Kurbelgarnitur, nur halt eben für MTB gemacht. Campa-3-fach für Dein Innnenlager-mit 4-Kant ist in Ebay günstig zu bekommen. Und was die UG-Ritzel betrifft, kann ich nur zustimmen. Ich fahre auf meinem Colnago das Original Campa Record Titan Schaltwerk aus 1980 und eine Dura Ace UG 7-fach Kassette. Absolut „unkaputtbar“! Zu haben bei Fahrrad Bibel in Burg/ Spreewald „onlinefahrradshop.de“

  5. crispsanders schreibt:

    herzlichen dank für die kundige (An)teilnahme. So sehe ich meine Vermutung also doppelt bestätigt. Das Krautscheid ist ein Rad, das ich eigentlich noch nie auf meiner üblichen Runde hier gefahren bin – natürlich werden dann die Unterschiede deutlicher fühlbar, weil ich mich dann frage, warum um alles in der Welt es nicht läuft wie sonst.
    Danke für den UG tip und die Erfahrung. Bin im übrigen der Meinung, daß für die späten Schraubkränze von Shimano ganz ähnliches Material verwendet wurde. Mich wundert also dann bei ebay nicht mehr, weshalb so viele Interessenten einem die Preise heben – und warum im RennRadforum auf der Suche nach UG Ritzeln beredtes Schweigen herrscht……
    die Jungs (und Damen) legen sich das zeugs auf halde.

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