Intermezzo KraBo

Ich unterbreche kurz meine berichte aus dem Paradies und lande hart in der gegenwart. Der 400er an Maas und Ourthe, der Rückweg führt quer über die Ardennen zeigte neue körperliche Grenzen. Vielleicht hätte ich mir den letzten Anstieg, die Cote de Fléron, etwas leichter machen sollen.

neu 400 c

Wer genau hinsieht, sieht eine schön festgezogene Lagerschale. Wenn man aber 50km vor Ende eines 400km Brevets feststellt, daß sich dieser zackige Konterring mit Schale um 2cm nach außen gearbeitet hat, stellt sich die ein oder andere Frage. Vor allem aber, ob man nicht einen anderen Mechaniker aufsuchen sollte.

Vor allem betritt man die Welt des Schmerzes, denn das zarte Streicheln der Kurbel bis ins Ziel bedeutet , ständig in der gleichen Haltung fahren zu müssen, ohne Wiegetritt und ohne Ruhephasen im Freilauf. Auch sonst gab es Grund zu einem new look:

neu 400 a

Den edlen „Grand Randonneur“ Lenker mit seinem charakteristischen Schwung habe ich wieder durch einen klassischen Rennlenker ersetzt, gerade und „eckig“,  denn das Spezial-Fabrikat brachte eigentlich nicht den gewünschten Komfortgewinn.

Wer einen  Gepäckträger sucht, wird ihn nicht mehr finden. Trotz leichter Beladung von ca 3kg war es unmöglich, das Krabo freihändig zu bewegen: das Oberrohr schaukelte sich gnadenlos auf, nur mit dem Knie am Rohr, ließ sich die zweite Hand vom Lenker nehmen. Ersetzt habe ich ihn  durch ein Stück von

neu 400 d

O**** , was sich diese Firma auch einiges kosten läßt. Fürs Leben und für jedes Rad, dessen Sattelstütze mehr als 5cm herausragt. In diesm Fall bin ich darüber froh, die Werkzeugtasche dranlassen zu können, was mit einer Befestigunen an den Sattelschienen nicht möglich wäre.

neu 400 e

4l gibt der Hersteller als Volumen an, 3,5 kg habe ich schonmal eingepackt und das Fahrverhalten war wirklich besser, jedenfalls konnte ich freihändig Treten und das kann zur aktiven Entspannung ein immens angenehmes Gefühl sein .

Ein Rätsel bleibt: warum zeigte der Krautscheid Rahmen dieses Schlingern erst jetzt? (also nach der Neulötung?) .. Kemper wies mich darauf hin, daß sein Nickellot erheblich zugfester als das alte Silberlot sei. Kann es sein, daß mein Tretlager jetzt im Verhältnis so steif geworden ist, daß der Rahmen oben aufschwingt?

Sicher ist nur, daß ich dann einmal erzählen werde , wie es im Mekka dar Randonneure, beim 400er in Osterdorf/Treuchtlingen damit gewesen ist.

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3 Antworten zu Intermezzo KraBo

  1. alex schreibt:

    Hallo, also mich stellt nach einer langen Nutzungsdauer jene Packlösung nicht ganz so zufrieden, wie die erste O-Lösung via Saddle-Bag mit nur 2,7 Liter Volumen. Meine erste Enttäuschung kam schon schnell, denn das Packvolumen ( 4 Liter ) ist kaum größer als die von O angegeben beim Saddle-Bag. Und das dann auch noch bei dem höheren Preis. Auf Rückfrage hin bei O gab man unterschiedliche Messverfahren an.

    Ein wenig Verwunderung darüber kann ich mir bei einem deratigen Unternehmen nicht verkneifen.

    Auch bei der Verschlusslösung muß ich nach langer Nutzung sagen, war die alte mit den soliden Kunstoffschnallen besser weil handschuhtauglicher und somit auch sicherer in Verschlusshandhabung.
    Den einzigen Vorteil sehe ich in der schon fast genialen Lösung der Montage am Bike.

  2. randonneurdidier schreibt:

    Zum Thema Innenlager: Der Konterring wird sich schwerlich 2 cm!!! nach außen bewegt haben. Waren es doch eher 2mm???!! Wie auch immer : Besser selber Hand anlegen, Loctite aufs Gewinde, und fest bleibt das Lager. Ich bin gespannt auf Deinen Bericht von Osterdorfer Brevet.

    Und: Die Packvolumina von diversen Ortliebs kann man durchaus beim Händler testen! Reicht, reicht nicht…

  3. crispsanders schreibt:

    Danke für die Anregungen.

    Wieviel die Tasch faßt, weiß´ich nicht genau: die Klemmung war für mich Ausschlaggebend und damit die Möglichkeit, Schlauch und Werkzeug separat unter dem Sattel zu lagern. Dazu kann auf die Tasche noch Wechselzeugs geschnallt werden (mit Riemen). Die Tasche hält dicht, ich kann freihändig eine Stulle im Fahren essen.

    Eine Apidura oder Viscacha hätte ich veilleicht lieber gehabt, war aber in der kurzen Zeit (3 Werktage) zwischen zwei 400ern nicht zu machen.

    Osterdorf (aka Treuchtlingen) war hart aber gerecht. Ich fühle mich wohl und würde es am nächsten Wochenende wiederholen, da soll das Wetter besser werden .

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