Bring me the Burger King

Dead or alive, bring me the BurgerKing —

aund tank

Ich stoppe.  2h Fahrt am Gefrierpunkt sind um, ich brauche jetzt Energie , damit  nicht gleich die Kälte in mich reinkriecht – der Körper ist (auch) ein Motor.

Die Tankstelle meiner Wahl ist gleichzeitig ein Burger King Restaurant . Kurvige Neonröhren geleiten die Augen pink-wolkig zum Burger-Abteil . Sie erinnern an Flipperautomaten , die ja nirgends mehr herumstehen. Nichtraucherkultur.

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Eine Melodie ertönt hi.re.: Spielautomaten, die die Flipper überlebt haben. Ihr Ruf wird übertönt von einem Piepen aus Richtung des BurgerK.  Ich sitze auf einem Barhocker neben der Kasse. Der Kaffee –  (wird hier mit Münzen gezahlt (der Automat gehört also nicht der Tankstelle)) – ist noch so heiß, daß ich mein trockenes Nußnougatcroissant eintauche. So ist es schonmal vorgeweicht und kann schneller resorbiert werden . . .

Der Tag ist grau, wenig Kundenverkehr, wenig Verkehr, viel Ruhe.

Der junge Angestellte der Tankstelle führt einen Dialog mit seinem neongrün eingefassten Smartphone. Es piept wieder. Die Kunden in der Burger-Schlange schauen hin-und wieder zu mir herüber. Ihre Autos warten auf dem Vorplatz. Es ist kurz vor 11h30, ein Samstag. Viele (Privat)Radiosender schalten genau jetzt die Werbeblöcke der Discounter, um die günstigen Preise ihrer Tomaten, Gurken und Weinbrände auszurufen. Vorher haben die Moderatoren noch drei wichtige Lieder angesagt, die danach gespielt werden werden. Die Moderatoren sitzen in fensterlosen Kammern, irgendwo hinter Frankfurt.

Der Café ist jetzt kalt genug, schmeckt aber nicht recht; – vermutlich eine sogenannte Gastronomiemischung, also eine Qualität, die keine Werbung erfordert. Bei Tankstellen weiß man nie. Er wirkt aber. Als ich Schal, Helm und Handschuhe wieder aufsetze, piept es wieder von der anderen Seite. Die Schlange hat sich nicht bewegt.

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Bring me the Burger King. a burger1

 

 

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5 Antworten zu Bring me the Burger King

  1. alex schreibt:

    …geschrieben wie ein gemaltes Bild.

  2. crispsanders schreibt:

    Danke sehr: und das fehlende Bild habe ich wieder aus der Beitragsmülltonne gefischt, in die es igendwie gerutscht war.

  3. randonneurdidier schreibt:

    Überlebensinseln für Randonneure – tags und nachts – Kalorientanken
    „Der Hunger treibt es rein“, hätte meine Oma gesagt. Ansonsten: siehe Alex👍🏻

  4. mark793 schreibt:

    Fast Food mit Tanke, die Kombination kenne ich praktisch nur von Autobahn-Raststätten (welche ich, wenn die körperlichen besoins es unterwegs erfordern, auch mit dem Rad anfahre).

  5. Pingback: Auf Gold sitzen | Aller Wege

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