Das Beste von beidem

Jeder, der diesem Blog die Ehre seiner Aufmerksamkeit erweist, wird meine ausgeprägte Vorliebe für klassische Rennräder bemerkt haben.

aa1An diesem Wochenende gäbe es eine gute Gelegenheit, im velophilen Limburg/Niederlande dem kleinen Spleen zu frönen. Wo sonst hätte ich eine solche Wahl unter vielen hübschen Gazelle Rahmen, die diesen hier ergänzen könnten?

Der verhinderte Sammler in mir braucht allerdings immer wieder Selbstkontrolle. Gerade Gazelle bot sein Erfolgsmodell „champion(mondial)“ über 25 jahre in einer entzückend reichen Farbpalette an. Durch die freie Kombination von Schmuck – und Grundfarbe konnte jeder Kunde sehr individualisierte Varianten erstellen, von denen einige sehr selten sind  – champagnermetallic-coffeebrown zB. , da wird man schnell schwach. Kaum eine Firma bot eine solche Wunschpalette an Farbtönen an.

Darunter ganz ungewöhnlich schön ist das seit dem Team „Frisol“ ca 1977 auftauchende Perlmuttmetallic mit grün . Ein schön erhaltener Rahmen (die changierende Farbe ist fast nicht reproduzierbar) wird immer ungewöhnlich bleiben. Aber.

a8Vielleicht warte ich aber besser das Ende des kleinen Retrobooms ab, die prüfenden Blicke auf Rad Touristik fahrten fallen inzwischen erheblich wohlwollender aus als noch vor zwei oder gar drei Jahren.In Limburg lasse cih anderen Jägern und Sammlern den Vortritt.

Meine Vorlieben werden sich nicht ändern, meine Form vielleicht schon.

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Und das ist der andere Grund, die erste Eroica Veranstaltung des Nordens nicht zu besuchen. Ein Radmarathon verhält sich zu einer Eroica wie ein kleiner Park mit Nutzgarten zu Urban Gardening. Lezteres ist in gewisser Weise ein Kleinformat, auch wenn Rosen und Tomaten genauso wachsen. Auch ein Urbanit mit Hinterhof kann das ab und zu ganz nett finden und sich als Gärtner kostümieren.

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Mein persönliches Ziel ist , die alten Räder als Sportgeräte zu nutzen. Ich folge dem Spleen, RTFs, Radmarathoni und Brevets mit einer Technik zu bewältigen, die als obsolet gilt und die in gewissen Situationen sicher auch keinen Wettbewerbsvorteil bietet. Ich stelle fest, daß mir das umsomehr Genugtuung bereitet, ja anspruchsvoller die Aufgabe ist. Obsolet go home.

In Koblenz steht morgen der jährliche Marathon an. 230 km,  habe ich gelesen. Ich starte zum dritten mal. Der erste Versuch endete als Irrfahrt mit glücklichem Ausgang (nicht verdurstet), der zweite war eine Hitzeschlacht, die ich auf die 205er Variante verkürzt hatte. Diesmal könnte dafür alles glatt gehen.

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Der Beweis soll morgen rund um die Mosel gelingen, wo ich mit einem gewissen Kribbeln einen der für mich härtesten Marathons angehe. Hitze muß ich diesmal nicht fürchten. Den vom letzten jahr ausgelobten Weißwein habe ich inzwischen genossen.Die Koblenzer wissen, was der Radsportler braucht. Morgen verdiene ich mir die nächste Flasche!

 

 

 

 

 

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Eine Antwort zu Das Beste von beidem

  1. randonneurdidier schreibt:

    Daumendrücken!!! Lass es krachen!!!

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