Raid Pyrénéen – der erste Tag

Raid Pyrénéen,  8. August 2016

a anfang

Cérbère – Hendaye,  8 bis 11. August 2016

Erster Tag  Cerbere-Tarascon sur Ariège

Als ich in Narbonne aussteige, empfängt mich die heiße, trockene Mittagsluft. Unterwegs von Pau nach Argelès, kann ich mir zwischen zwei kleinen Regionalzügen ,  eine Stunde lang die Beine verkurbeln, nach einem Café suchen, Früchte kaufen. Eine Pinienallee führt am Stadtkern entlang, der in der stillen Augusthitze liegt.

a narbonne

Dann stehen über 2000 jahre Stadt vor mir, mitten im Roussillon und ich bin jetzt weniger als hundert Kilometer vom kleinen Cerbere in seiner Bucht entfernt, dem Startort.

Ich flaniere mit dem Snel durch die winkligen Gassen Narbonnes, dringe in die dicken Mauern des Stadtpalastes vor, der in eine Abtei und eine unvollendete Kathedrale übergeht.

a narbomarmor

Der Boden der Eingangshalle ist mit Marmor ausgelegt, kühl und glatt. Die schweren Mauern halten die Hitze ab und entspannt mustern wir Touristen die imposante Architektur. Zwei Radfahrer auf Tour, ganz ähnlich bepackt, fragen mich, wo es Wasser gibt.

a narbocyclist

a azug

In Argelès sur Mer ist Endstation der mühsamen Zugfahrt mit völlig überfüllten Fahrradabteilen: es gibt sie nur in den Regionalzügen, und ich bedaure die Familien, die sich das mit vollem Campinggepäck antun müssen.

Dort hinten –  das cap.

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Jetzt kann ich die ersten 30km des Raid Pyrénéen schon mal rückwärts erkunden, denn am Anfang einer solchen Fahrt macht man immer die dümmsten Fehler. Collioure und Cerberes werden durch eine gewundene Küstenstraße verbunden, ein unablässiges Auf- und Ab von Bucht zu Bucht.

a collioure

Es ist nicht ganz leicht, eine so schöne Bucht wie die von Collioure zuverlassen mit ihren glücklichen Urlaubern und der unbekümmerten Stimmung in den Strandlokalen.

Weniger unbekümmert ist dann die Radfahrt auf der engen Küstenstraße. Wir schreiben Sonntag den 7ten August, es herrschen immer noch 30Grad,  es ist  der Höhepunkt der Urlaubssaison in Frankreich. Die endlose Kette von Autos, Motorrädern, Wohnmobilen plus  Linienbus läßt wenig Platz für den privilegierten Radfahrer. Der Linienbus taktet den Stau.  Morgen früh, wenn es gilt, wir das anders aussehen.

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Der Brevet Hendaye-Cerberes, oder Cerberes-Hendaye wird vom Cyclo Club Béarnais in Pau seit 1952 ausgeschrieben. Ich habe mich für die „falsche“ Richtung der Pyrenäendurchquerung von Küste zu Küste entschieden, fahre also von der trockenen Seite, deren Hügel von Waldbränden zernarbt sind zum grünen Atlantik. Die letzten 100km kenne ich gut, die ersten 400 dafür fast gar nicht, oder nur in Fragmenten.

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Insgesamt hat die Fahrt etwas über 700km, für mir der CCB 100 Stunden Zeit gönnt. Es stehen alle historischen Pässe auf dem Programm, sowie einige weniger bekannte. In weniger als 4 Tagen werde ich meine Kindheitsphantasien erfüllt haben.

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Im April hatte mir der CCB Startnummer (sehr wichtig!) eine Liste mitUnterkünften, Telefonnummern sowie die klassische Wegbeschreibung geschickt. Km Angaben, Kontrollstellen und die praktischen Straßennummern sind darauf verzeichnet. EinGPS ist also völlig überflüssig, drei Michelin-Karten genügen oder auch die von IGN:  – die Straße die ich befahre ist mit wenigen Ausnahmen die D 618 (manchmal auch N 618) und die Ausnahmen rühren alle von dem Segen vierspuriger Teilstücke, die für Räder und Traktoren und natürlich Mobylettes gesperrt sind. So weit so einfach.

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Das Rad ist das rüstige alte Snel, sozusagen das Hausrad für Baskenland und Pyrenäen. Am Tag vor dem Start suche ich noch einen kleinen Radladen in der Altstadt von Orthez auf, Cycles Lauroua. „Sie haben Glück“ sagt mir Herr Lauroua, „morgen geht es in denUrlaub.“. Die Wände hängen voll alter Werbeplakate und Erinnerungsfotos, und während er Speichung und Zentrierung des Hinterrads prüft, entdecke ich in einem staubigen Regal das nützlichste Zubehör meines Abenteuers: einen décaleur.

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Dieses recht simple Stück gebogenen und verchromten Drahts erlaubt, die kleine Lenkertasche von der Lenkstange abzusetzen, die Hände können so den Lenker auch ganz innen greifen. Gerade bergauf ist diese Haltung sehr hilfreich und auf längeren Strecken hat man eine Griffposition mehr. Nebenwirkung: keine tauben Hände auf langen Strecken. Und damit ist das Rad reisefertig – siehe Bild.

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In  Cerbere erwartet mich ein kleines katalanisches Volksfest, während ich mir Schinken und Käse aufs Baguette lege. Die Tänzer stellen sich kreisförmig um den katalanisch geflaggten Marktplatz und hinter ihnen spielt eine kleine Kapelle zur Sardane auf. Die Hauptstimme wird von Trompete oder Schalmei übernommen. Während ich mein erstes Chimay bleu Jahrgang 16 mit dem Schweizermesser entkrone (tip: dieses Bier in jedem Carrefour Supermarkt erhältlich), versetzt mich das Volksfest in einen von Ewigkeitsmodus, weit weg von den Wohnmobilen, Jetskis und Plastikbooten, die im kleinen Hafen dümpeln.

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Ich starte bei Sonnenaufgang und staune über den trockenen, warmen Wind, der mir schon um 7Uhr entgegenbläst. Wir schreiben Montag den 8ten August, ich habe mir zwei Croissants in die Musette geschoben und außer mir sieht nur ein Mann auf der Caféterasse das fabelhafte Schauspiel der aufgehenden Sonne über demMittelmeer.

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Es wird ein recht mühsamer Anfang mit ordentlich Gegenwind. Die Küstenorte erwachen gerade, niemand ist mehr auf der Corniche unterwegs und stört meine Reise. Die Hänge sind vom Sommer gedörrt und werden vom Wind gebürstet. Ab und zu blicke ich zurück und widerstehe der Versuchung, mir in Collioure einen Café zu gönnen, ich muß weiter, gegen den Wind hinein ins Landesinnere.

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Nach 40km halte ich in Elne, auch um die romanische Kathedrale zu sehen, die den Stadthügel krönt. Ich erkenne die Stufen wieder, auf denen die Studienreisenden schwitzend die Feinheiten der romanischen Architektur erklärt bekam. Die feine Nickelbrille von Monsieur Ponsic… Meine Eltern erlaubten mir in der zwischenzeit ein Café aufzusuchen und ich erinnere mich an die sehr kühle Oranginaflasche, die ich mit dem Busfahrer trank, der ebenfalls von den kunsthistorischen Ausführungen befreit war. . Irgendwann steht er auf und begrüßt seine Mutter , eine von drei oder vier ganz in schwarz gekleideten Frauen, die am Marktplatz saßen.

Heute morgen sitzen keine Frauen am café Cri-Cri, nur ein paar Männer, die nicht  zu wissen scheinen, was der Tag noch bringt außer Hitze. Während ich mich mit der 50er Sonnencreme einreibe verdrücke ich zwei Espressi von Cri-Cri . Zurück auf die Landstraße und in den Gegenwind!  Der Roussillon ist eine leicht gewellte Ebene, die langsam aber sicher  ansteigt. Die meist baumlose Straße wird von Obstplantagen und Reben gesäumt und ich schaffe es gerade noch, dem Sulfatsprüher , der mit seinen zwei Ventilatoren gerade zwischen die Reben einbiegt,  zu entkommen.  Am Horizont taucht der ikonische Canigou auf, Vorposten der pyrenäen. Die erste kontrolle nach 90km ist in Prades, am Fuße dieses Berges gelegen.

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Hier verdichten sich wieder Kindheitserinnerungen, denn dreimal verbrachte ich die Kulturferien und Klassenfahrten meines Vaters in der Abtei St.Michel de Cuxa und wir hatten unsere Zimmer im anleigenden Bauernhof. Außer der eindrucksvollen Halbruine des alten Klosters verbinde ich drei Erinnerungen mit diesem Ort: die Jagd nach Spatzen mit dem Luftgewehr der Bauernjungen, die Regenbogeneidechse auf den Grundmauern der Abtei und der Geschmack der reifen Pfirsiche von der Plantage am Hang . ..Im Andenken daran, lasse ich gleich zwei davon meinen ausgedorrten Gaumen füllen, als ich einen Bioladen an der Straße entdecke.

In Prades bourg der Stempel und eine schöne Bäckerei gleich am Marktplatz. Sehr gute hausgemachte, kandierte Früchte – ich nehme 6 Würfel und lege sie zu den Feigen in den Beutel. Mein Hauptgang ist eine kleine Pizza und ein Stück Trockenkuchen mit Mandeln, Rosinen und Nüssen. Mehr davon: die Musette ist wieder voll die Trinkflaschen werden im Café gemixt, das mir den Stempel gibt. Hinaus aus der Stadt und in die Mittagshitze.

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Die Nationale der ich folge, verläuft 50km parallel zum Fluß Têt, fast bis zur Quelle. Wie eine Schlange windet sich daneben noch der „gelbe Zug“, der immer wieder in Tunneln und über Brücken verschwindet. Einmal sehe ich ihn und seinen unbedachten Waggon, auf dem sich die Passagiere sonnen. Eine Versuchung, der ich wiederstehe.

Die ersten 15km fällt das nicht allzu schwer. Die Straße windet sich mal links mal rechts des Têt langsam den Hang hoch, manchmal lege ich sogar den vierten Gang ein. Der Wind kommt nun nicht mehr von vorn und ich frage mich, ob das ein Vorteil wäre, denn so hätte ich nun irgendeine Kühlung. Vorsorglich lege ich noch ein wenig Sonnenbalsam nach, denn Schatten gibt es nun keinen mehr. Es ist Mittag und ich trinke aus meinen Flaschen. In eine davon schütte ich die kleinen overstim’s Beutel. Ein Mineral- und Kohlehydrate Zusatz, der mich jetzt vor dem Hungerast bewahren soll. Über ein dutzend Beutel habe ich in der kleinen Tasche.

 

Tankstellen

a fina

tragen hier noch Namen, die längst aus dem Handelsregister verschwunden sindd.

Die Dörfer , das heißt das halbe dutzend Häuser längs der Straße, wirken ausgestorben, grau und staubig. Der Weg wird steiler, die Lastwagen, deren Hauptversorgungsstrecke mit Andorra und der Ariège diese Straße ist, schalten herunter und bedenken mich mit sengenden Gasen. Wohnmobile folgen ihnen bei Fuß.Mein tritt ist schwer Ein weiteres Dorf und dort, gleich an der Straße: ein Brunnen.

Ich ziehe den Helm aus, halte die Kappe unter das laufende Wasser und ziehe mir die Kappe wieder über den Kopf, bevor das Wasser abläuft. Dann die Trinkflaschen. Das Wasser ist kühl und schmeckt bestens. Hinein den Beutel mit Minzgeschmack und dann zwei Feigen. Weiter. Die hohe Brücke mit dem der gelbe Zug seinen Triumphbogen über dieStraßespannt kommt mir endlos weit vor. Und nachdem ich unter dem Bogen hindurch bin steigt die Strecke immer noch. Ich trinke mein Overstim’s.

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Genutzt hat es nichts. Drei,vier Kilometer vor der Passhöhe holt mich der erste Krampf im Oberschenkel ein. Ich gehe in den Wiegetritt schalte rauf, runter, setze mich wieder. Der Krampf kehrt zurück und dann der nächste . Wieder Wiegetritt, wieder setzen: dahinten nach der Biegung zwei Pinien und ein Parkplatz. Zwei Wohnmobile lassen den Motor abkühlen, ich bitte die anderen Touristen um Salz. Jemand holt den Salzstreuer und schüttet zwei Sekunden lang den Inhalt in die Flasche mit klarem Wasser. Km 110.

Wieder aufs Rad runter auf Gang 1. Kurbeln, abwechselnd die Oberschenkel massieren. In der Ferne sehe eine Kurve, die dochschwer nacheinem Paß aussieht. Meine neue Hoffnung wird durch einen Doppelkrampf in beiden Oberschenkeln gestraft. Ich steige ab.

Mountainbikeschuhe haben den unschätzbaren Vorteil, daß man damit schmerzfrei und korrekt gehen kann, zur Not auch bis Mont Louis. Zwischen Leitplanke, Splittern alter Unfälle und Gummistücken gehe ich also langsam weiter, während mich links die Lastwagen mit ihren heißen Schatten bedrängen. Aber es hilft, es wird sogar angenehm, die Muskeln meiner Beine lockern sich . Das Salz wirkt, die Wanderung wirkt, die Krämpfe kehren nicht wieder.

Eine Viertelstunde später passiere ich (erleichert) die Befestigungsanlagen von Mont Louis und sehe in der Ferne Font Romeu, der Ort, in den sich einstmals Profis zum Höhentraining zurückzogen, wie Peter Winnen schreibt. Nach zwei Wochen ließen sie sich das Blut abzapfen und bis zur Tour de France in Beutel einlagern. Das waren die Anfänge der schwarzen Magie.

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Ich rolle glücklich in eine Hochebene hinab, die von baumlosen Bergen gerahmt ist, lasse die Beine kreisen, gehe aus dem Sattel und dehne mich in jede mögliche Richtung. Das war die erste Hürde – in Bourg Madame werde ich mich gründlich versorgen, bevor der Puymorens kommt.

 

Bourg Madame ist ein winziges Städtchen an der Grenze zu Spanien. Es liegt in einer Enklave auf einer Hochebene, die nach Osten von Mont Louis, nach Westen von der Ariege eingefaßt ist. Im Süden: Spanien. Zwischen der Stadt und der Ariege liegt der Puymorens, mit 1910m einer der höheren Pyrenäenpässe. 20km Anstieg, allerdings nicht ununterbrochen. Nach den ersten Kilometern gibt es einige Minuten Erholungszeit, in der ich die Entenleberpastete und den Schafskäse aus dem Supermarkt ordentlich resorbieren kann.

 

„Sie sind ganz weiß im Gesicht“ – „Nein, Madame, das ist meine Sonnencreme.“

 

Den Liter Orangensaft habe ich zur Hälfte gleich ausgetrunken, zur anderen in die leere Flasche gefüllt. Ich berolle die Nationalstraße 20, die von hier nach Paris führt

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– ein Stein verrät es

Die Beine machen im Anstieg (der Puymorens ist wirklich nicht steil – aber was heißt das jetzt schon) wieder mit, – jedenfalls die erste Hälfte – dann kommt langsam der Krampf herangeschlichen und ich rette mich in eine kleine Gastwirtschaft am Rande der Straße, gerade als die Steigung eine Pause macht. Zwei Café bestelle ich und bespreche mich mit zwei jungen Italienern, die ebenfalls zum Atlantik wollen: aber über Andorra.

„Bonne Route,  . . .“

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Bald liegt das steinige und heiße katalonien hinter mir, namenlose Burgruinen grüßen mit der stolzen, rotgelben flagge.

 

„Trinken Sie in kleinen Schlücken,“ sagt der Gastwirt, „mit Sporternährung kenne ich mich aus.“ a puymor1

Noch 6km zur Paßhöhe, jetzt sollte ich schon über 1500m sein, die Bäume und ein letztes Dorf liegen unter mir. In meinen Ohren ploppt es, als käme ich aus dem Schwimmbad. Luft habe ich genug, aber da ist ein irgendwie flaues Gefühl insgesamt und ich ermuntere die Beine zu mehr Geduld – noch ist der Tag nicht herum.

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Weit über mir die Herberge auf dem Paß. Kurzer Stop. Die Sonne scheint jetzt milder, die Luft ist kühler Es sind noch zwei lange Serpentinen bis dahin, die sich den kahlen Hang hinaufziehen, nichts besonderes also, aber ich bin froh, daß es für heute die letzten sind. Puymorens – das Tor zur Ariege.a puymor3

Die Ariege ist grün und breitet sich vor mir aus.

Über 20km Abfahrt, das Snel folgt stabil und unerschütterlich der guten Straße, die an riesigen Bergkegeln auf dem Weg nach Ax les Thermes vorüberzieht. Manchmal sieht man riesige Löcher im Fels: steinzeitliche Höhlen? Von links stößt die Straße aus Andorra dazu.

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Immer noch auf der Abfahrt: an einem improvisierten Obststand zwischen zwei Lastern bremse ich ab und und schaue auf die Nektarinen, die in der Sonne liegen. Ein Spanier mit Schnauzbart kommt aus der Lasterkabine. Ich zeige ihm die zwei reifen Früchte meiner Wahl und als ich zahlen will , nickt er nur und winkt ab. Weiter.

 

7! Kilometer vor Ax les Thermes staut sich schon die Autoschlange – in Andorra sind die Spirituosen günstig und die meisten Insassen sehen nicht aus, als sei ein Stau für sie etwas neues.  Ferienzeit und ein simpler Kreisverkehr. manchmal quetscht sich ein laster voller pastis an der Schlange und mir vorbei, um die billigen Spirituosen hinüber nach Andorra zu bringen .Das kleine StädtchenAxles Thermes quillt über, die Supermärkte quellen über und als ich gegen 20Uhr ein kühles Leffe (brune) gezapft auf einer Barterrasse in Tarascon genieße,weiß ich noch nicht ,wo ich die Nacht verbringen werde. Den Col de Port werde ich heute nicht mehr angreifen. Mal sehen, ob an seinem Fuß ein Schlafplatz zu finden ist: Tarascon sur Ariège, km 236.

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Ab in Richtung col de port, der kleinen Landstraße folgend.Rechts,  etwas tiefer gelegen ein Haus mit Vorplatz und parkenden Autos. Das grüneSchild:Gite, also Übernachtung möglich.  Gerade als ich den Vorplatz wieder verlassen will, kommt ein Mann die Treppe hinunter. Natürlich sind alle Zimmer ausgebucht. Ob er mir rät, es weiter oben Richtung paß zu versuchen.? „Aber nein, Monsieur, wir sind im August – sie werden nichts mehr finden und es ist schon spät. Sehen Sie, wir haben sogar unser eigenes Zimmer vergeben:  Verwandtschaft..“

Eine Viertelstunde später haben er und seine Frau eine Matratze in die umfunktionierte Garage gebracht, in der eine kleine Kletterwand aufgebaut ist, Seile, Helme und Rucksäcke hängen an den Wänden: für Kletterkurse in der Umgebung. Monsieur S. (er möchte nicht genannt werden) macht  eine Ausnahme: „für einen Sportler!“

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Dann zeigt er mir den Bach, der hinter dem Haus entlangrauscht: „Kühlen sie sich ab, das ist gut für die Muskeln.“. Ich taste mich ins eisige Wasser vor und streife die Shorts ab. Dann lasse ich mich langsam sinken.

 

Ich richte mich ein für die Nacht, ein Laken reicht völlig, Wecker auf 5h45- noch über 8 Stunden, Sachen zum Trocknen auf die Leine. Bevor ich einschlafe, höre ich meinen Puls – etwas über 60, also alles in Ordnung.

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Die gespiegelte Route : morgen beginnt der Tag mit dem Col de Port (der kleine einsame Zacken 3oder 4 von l.) und einem Stück Cake aus Prades.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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2 Antworten zu Raid Pyrénéen – der erste Tag

  1. tinotoni67 schreibt:

    Fetzt, ich leide mit!

  2. randonneurdidier schreibt:

    bonjour Christoph, wunderbar stimmungsvoll ist Dein Bericht. Du schreibst in Bildern… Danke für die kleine Entführung in die Pyrenäen.

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