Raid Pyrénéen – der letzte Tag

11. August 2016, Mendy – Hendaye

a mendy

Kurz nach 7 Uhr gehe ich zu den Mädchen in ihren Schlafsäcken, um ihnen zu sagen, daß ich gut geschlafen habe und jetzt fahren muß, denn der Himmel ist blau und die Sonne kommt gleich über die Hügel. Sie sollen grüßen und ganz herzlich danken.

a brebis

a osquich

Viel gibt es nicht zu sagen über diese frische, leichte Fahrt zur Küste. Ein letztes mal in St Jean Pied de Port den Luftdruck geprüft, doppelter Café und schon rollts wieder sanft hinab. Vor Cambo rechts von der Nationale durch ein kleines Tal bis Espelette. Contr°ole

a chocolats

Für die Kontrolle in Espelette bietet sich der Schokoladenhersteller Antton an, direkt nach der Kreuzung, zwei Kostproben bekam ich für meinen letzten Stempel

a antton

Richtung Küste abbiegen und dann verdichtet sich alles: Sie wissen schon: der August.

Es gibt keinen sauberen Diesel, ich habe sie alle gerochen. Der Tourismus, dessen Teil ich bin, ist ein zweischneidiges Schwert: die üppigen Häuser erzählen von seiner wirtschaftlich Notwendigkeit, Lärm und Gedränge von seiner hässlichen Seite. Vom kleinen Örtchen Ascain an bilden sich immer neue Staus, die ich vorsichtig rechts überrolle. Ungehalten; Ich selbst war erstaunt, wie mich die eher einsamen Tage in den Bergen, die Anspannung auf dem Weg zum Ziel verändert hatten.

stjean

Ich war nun da, der Atlantik war blau und sein intensiver Geruch begleitet mich über die Corniche nach Hendaye, auf dessen Fußpfad Hunderte in der Sonne wanderten. Ein letztes Rond-Point, ein letzter Radweg und dort mein Ziel: Hendaye Plage .

 

a hendaye lartigueDie schöne lange Strandpromenade, die im Frühjahr so menschenleer ist wie zu Zeiten J.H. Lartigues

a laplage

Aber heute ist Donnerstag der 11. August, kurz vor ein Uhr Mittag. Vor der Buchhandlung Ulysses endet meine Fahrt. Zu gern hätte ich über Radsport etwas gekauft – es gab nichts. Dann eben ein Chimay .

Zum Beweis halte ich meine Feuille de Route Richtung Atlantik und erinnere mich an den letzten Blick zurück auf die Berge, aus denen ich gekommen bin.

DSCF4186 Ich kann jetzt wieder ein Tourist wie alle anderen werden, ist nur eine Frage von Tagen.

Und zum historischen Vergleich noch der Nachtrag aus Canada.

 

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3 Antworten zu Raid Pyrénéen – der letzte Tag

  1. randonneurdidier schreibt:

    Chapeau! Für die Kilometer, für die Höhenmeter, für den „Naturgenuss“ im Humboldtschen Sinne, Gut gemacht!

  2. crispsanders schreibt:

    Dank für den Lorbeer – die Tour ist zur Nachahmung empfohlen

  3. mark793 schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch (und aufrichtige Bewunderung) auch von hier!

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