Mehr nicht

Fahrräder sind keine komplexen Maschinen. Komplex sind wir. Wir brauchen etwas länger, je nach Alter, um uns den Rahmenbedingungen anzupassen.  Es gibt viele möglichkeiten, über die richtige Größe des Geräts nachzudenken, vielleicht sogar zu philosophieren. Hier hat es jemand  vereinfacht. Richard Sachs.

In diesem Artikel beschreibt er genau, was er für die Anpassung eines Rahmens an einen gegebenen Körper (trainiert) braucht. Es sind nur drei Größen: Sitzöhe, Sitzlänge und Versatz. Das letzte Maß dürfte das komplexeste sein. Gemeint ist mit Versatz (setback), wie weit die Sitzknochen „hinter“ der Tretlagerachse sitzen. Dafür geben die Oberschenkel (hüftknochen bis Kniespitze) das Maß vor. So wird der individuell beste Kraftübertragungswinkel bestimmt.

Die beiden anderen Maße sind einfacher zu bestimmen und je nach Trainingszustand veränderbar: Sitzhöhe aus Innenbeinlänge mal 0,665 und Sitzlänge, die sich nach Armlänge und Oberkörper richtet . (bei mir zB 55-57cm, je nach erwünschter Streckung).

Interessant finde ich, daß die Rahmenhöhe eigentlich nicht ins Gewicht fällt. Sie kann ja um +/- 2cm variieren ohne daß sich die anderen Parameter nachteilig verändern. Nichts gegen Bikefitter. Sie machen sich das Leben schwer.

DSCF1815Bei der Suche nach der besten eigenen Position kann das erfahrene Auge schon helfen, den größten Beitrag leistet dann aber die Fahrpraxis. Unzählige Seiten einschlägiger Magazine werden mit Hilfsmitteln gegen taube hände und schmerzende Hinterteile gefüllt. Vielleicht habe ich einfach nur Glück? Taube hände: ja, schon, aber nicht nach 100km, und auch nicht immer nach 400, kommt drauf an, wie lange ich in eine Griffhaltung gezwungen wurde, weil das Rad aufschaukelte oder ä.

Beide beschwerden führe ich daher vornehmlich auf eine falsche Sitzhaltung/Position zu Rade zurück;- und auf mangelnde Praxis, verbunden mit zu geringer Stützmuskulatur. Aber mit dieser Aussage verkaufe ich weder Handschuhe noch Lenkerband noch Sättel…. und mache mir nicht einmal Freunde.

 

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2 Antworten zu Mehr nicht

  1. Dietmar Heinz schreibt:

    Lieber Crispsanders,
    allerdings kann hier vom unbedarften Leser leicht die „Sitzhöhe“ (hier: Sitzrohrlänge, Faktor 0,665 der Innenbeinlänge) mit der „Sattelhöhe“ (Faktor 0,885) verwechselt werden. Der arme Rennradnovize, der seinen „Sitz“, also Sattel, nach dem Faktor 0,665 einstellt – der Spaß wäre bald vorbei.
    Schöne Touren weiterhin, Dietmar

  2. crispsanders schreibt:

    Absolut richtig. Das abgebildete Photo zeigt ja die gemeinte Höhe; natürlich ist der Begriff Sattelhöhe präziser – sie muß mit jedem neuen Sattel entsprechend eingestellt werden

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