TPR – für eine Kappe voller Schweiß

Oh! Zunächst die gute Nachricht –  ich habe die theoretische Prüfung bestanden!

Mit dem praktischen Teil wirds etwas kniffliger. Nach der Freude über die glückliche Botschaft gab es zunächst ein weiteresDokument:

Screenshot_2020-03-04 ACFrOgB5vYGfqppKl-mEMJ2uyWSExYNwi44fIS0F_g8zhTNY_gyZ3Gv9AB0VitD06ZUlFWUJsd9cQOWex4m2ra4HNqKn1c78ZoWXX[...]Das Rider Entry Agreement. 10 Seiten Kleingedrucktes. Mein Englisch geht in Ordnung, soweit  so gut. Es steht auch nichts besonders Aufregendes darin, nur sehr wenig, was  einen an den Geschmack von Freiheit und Abenteuer erinnert.

Vielleicht wollten sich die Veranstalter nur absichern oder Fehler vermeiden.

apou01Vielleicht bleibt einem Veranstalter wirklich nichts anderes übrig,  will er nicht wegen Regreßforderungen die Gefahr eines privaten Konkurses eingehen . Deshalb eine Vielzahl von Haftungsausschlußklauseln. Andererseits wird dem beglückwünschten Teilnehmer klar, wie umfassend auch die Regeln zu Verwertungsmöglichkeiten des Ereignisses sind. Stichwort „geistiges Eigentum“.

Unter anderem darf ich mir gut überlegen, was ich jetzt und später öffentlich zum TPR sage, auch da liegt die Hoheit beim Veranstalter. Manche Teilnehmer könnten dies nicht unbedingt als win-win situation empfinden – außer einer Kappe voll Schweiß wird auch der Sieger nicht viel sein eigen nennen.

a11Als ich vor drei Jahren die Räume des Cyclo Club Béarnais betrat, war das eine gemütliche Runde in einem kleinen Zimmer eines Gemeindezentrum von Pau. Man traf sich unter Vereinsmitgliedern, der Umgang war unkompliziert und herzlich, geradezu neugierig. Manche erzählten von ihren Pyrenäendurchquerungen, dem Raid Pyrénéen, den der Club seit 1952 ausrichtete und weshlab ich mich dort angemeldet hatte.. Ich zahlte einen fast symbolischen Betrag für Startnummer, Brevetkarte und Medaille. Ungefähr 10000 Radsportler dürften es seit 1952 so gemacht haben, meine Startnummer lag in den hohen 8000ern. Der Rest ist blog-Geschichte und reines Glück.

a13Das transpyrenean race hat sich auf diesen raid pyrénéen bezogen und irgendwo las ich von einer Kooperation mit dem Cyclo Club Béarnais. Dessen Name taucht in den vielen Papieren die ich ausgedruckt habe jedoch nirgends auf, möglich also, daß er nur als „Inspiration“ gedient hat. Bevor mein Rad sich einen Zentimeter auf dem TPR No2 dreht muß eine weitere , pekuniäre Hürde überwunden werden.

Screenshot_2020-03-04 Lost Dot Registration

Ich versuche gerade herauszufinden, ob sie die Anzahlung, die Zahlung überhaupt in Form einer IBAN Überweisung annehmen. Nicht jeder nutzt oder besitzt eine Kreditkarte….

 

 

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5 Antworten zu TPR – für eine Kappe voller Schweiß

  1. Christopher schreibt:

    There is no business like business

  2. monnemer schreibt:

    Glückwunsch!!!
    Ich hoffe, dass nicht so ein „dann eben nicht“-Moment beim pekuniären Hürdenlauf eintritt. Wäre mir nicht ganz unbekannt.
    Und die kriminelle Energie, alle Eindrücke ohne Rücksicht auf rechtliche Konsequenzen zu verbloggen muss vorhanden sein!

  3. crispsanders schreibt:

    Vielen Dank – aber es ist eher ein „da nich für“ Moment.
    Bei allem Zahlungswillen lasse ich mir nicht gerne sagen, ich solle bitte genau die Bestimmungen und Geschäftsbedingungen lesen, bevor ich nach einer IBAN frage. Jetzt muß ich mich mal mit den Mäglichkeiten einer „debit card “ vertraut machen . . .
    Fortsetzung folgt.

    • mark793 schreibt:

      Wenn ich das richtig sehe, ist „debit card“ der korrektere englische Begriff für das, was man landläufig „Kreditkarte“ nennt. Bin 50 Jahre ohne so ein Stück Plastik ausgekommen, aber für solche Fälle (gerade auch im Onlinehandel), in denen Banküberweisung nicht vorgesehen ist) habe ich dann doch in den sauren Apfel gebissen. PayPal verweigere ich ja nach wie vor, aber wenn das die einzige Option ist, könnte ich immer noch meine Frau fragen, ob sie nicht…

  4. crispsanders schreibt:

    Die Situation ist genau diese. Dieses self supported event, geschaffen im Geist der Freiheit und der Autarkie, vor allem des „Abenteuers“ kommt nicht ohne 10 Seiten Vertragstext und Kreditkarten aus. Die Kommunikation mit den Kunden ist alles andere als zuvorkommend, man fühlt sich nicht unbedingt volljährig. Mag sein, daß mancher das als Preis der Ehre sieht, was ich erkenne ist der gleiche korporative Zawangscharakter, wie er von beliebigen Neztdienstleistern praktiziert wird.
    Warning! Dangerous bends ahead!
    Es gibt genug extreme-cycling-veranstaltungen europaweit (superbrevets), die seit Jahren ohne dergleichen Phishing auskommen. Das sind nette Privatpersonen, die etwas aus Leidenschaft betreiben und kein neues Geschäftsmodell wittern.
    Vielleicht sollte ich dazu mal ein paar Folgegedanken zusammenfassen.

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