Die Domino Theorie und das Geschäftsmodell Automobil

5 Februar 2021 – ein Datum in  der Geschichte der Marke Mercedes

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Für alle, die es betreffen könnte. Die Daimler AG beschließt gerade eine Aufspaltung ihres Unternehmens. Der Konzernumbau soll damit leichter von der Hand gehen. So they say.

Die Domino Theorie war ein politischer Kampfbegriff des kalten Krieges,  damals rechtfertigten die USA ihr Eingreifen in Vietnam damit, daß der Fall eines Satellitenstaates zum kommunistischen Domino Effekt führen würde.  So hatte man Korea halten können, so wollte man es auch in Vietnam erreichen. . . soviel zur politischen Ideologie.

Wirtschaft ist nicht Politik. Die Kriege nennen sich Konkurrenz, die eroberten Länder Märkte. Die Truppen werden aufgestellt, Aufgaben zugeteilt und durchgeführt. Es gibt keine Toten oder Gefangene. Nur Angestellte, Sozialpartner und Kunden.   Im Kampf um die Automobilität der Welt hat unser Land auf eine gewisse Erfolgsgeschichte zu verweisen.  Mehr Gewinn als Verlust.

Möglicherweise ändert sich gerade etwas auf diesem Feld. Ein Auto aus Korea sieht bis auf winzige Details genau so aus wie eines aus Italien, Südafrika oder eben Deutschland. Firmen wachsen zusammen, schmieden Allianzen, um ihre Truppen neu aufzustellen. Wie man Autos baut, die sich immer ähnlicher sind, wissen jetzt alle.  Aber neue Technologien werden erprobt, oder einfach vorgeschrieben. Es ändert sich etwas, vielleicht sogar eine ganze Menge. Vielleicht das gesamte Geschäftsmodell  „Automobil“, wie wir es seit dem Fließband kennen. Die gedachte Auspaltung der juristischen Person Daimler AG könnte der erste Domino Stein sein, der im Good old Europe – Automobilgeschäft fällt.

Die Suche nach der Exit Strategie

Der Konzernumbau soll leichter vonstatten gehen. Damit hat einer der ältesten Hersteller von Automobilen der Welt seine Selbstdemontage in Aussicht gestellt. Nichts weniger als das. Vielleicht wird er Teile abspalten, auflösen oder verkaufen. Oder zumindest dafür präparieren , statt aufwendige Elefantenhochzeiten durchzuspielen. Dann lieber eine sichere Exit Strategie.  Daimler ist kein Player, der im Weltmaßstab klein zu nennen ist. Aber vielleicht ist er eben , wie damals (1996) die Hoechst AG, nicht groß genug, um in dieser Form fortzubestehen. Oder er muß ganz einfach die Selbstauflösung bekanntgeben, um in völlig neue Märkte vorzustoßen. Um zu überleben – denn offenbar glaubt Daimler, es in dieser Form nicht zu können…

Mit der Aufspaltung will man, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren, manvhält das Heft des Handelns, bevor das böse Wort Zerschlagung fällt. Vielleicht ist dies eine der wenigen richtigen Optionen. Andere sollen fallen,ander sollen den mühsamen, qualvollen Weg gehen: Weil es ein Rennen gegen die Zeit ist.

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